Ihre Fragen – unsere Antworten

Diversity Management wirft viele Fragen auf. ZukunftVIELFALT® gibt die Antworten auf die häufig gestellten Fragen.

 

An ZukunftVIELFALT® können private Unternehmen, Non-Profit-Organisationen und öffentliche Einrichtungen gleichermaßen teilnehmen, egal wie viele Mitarbeiter_innen sie beschäftigen.
Die Voraussetzungen für die Teilnahme an ZukunftVIELFALT® sind klar festgelegt. Diese umfassen:

  • Machbarkeit (das bedeutet, dass keine Umstände gegen die Einführung und Weiterentwicklung eines ganzheitlichen Diversity Management sprechen)
  • Commitment der obersten Leitung
  • Einsetzung eines/einer Diversity-Beauftragten mit klaren Kompetenzen
  • Installierung einer Projektgruppe

Die genaue Ausformulierung der Voraussetzungen finden Sie hier

Der Nutzen von ZukunftVIELFALT® und Diversity Management im Generellen ist sehr breit. Hier finden Sie eine konkrete Aufstellung der Vorteile von ZukunftVIELFALT® für die Organisation.
Der komplette Prozess ist in den Rahmenrichtlinien zur Anwendung von ZukunftVIELFALT® genau beschrieben. An dieser Richtlinie orientiert sich der komplette Beratungs- und Zertifizierungsprozess. Diese können Sie hier herunterladen.
Den ZukunftVIELFALT® Prozess begleiten ausschließlich erfahrene, geschulte Berater_innen, die mit dem Berater_innennetzwerk ZukunftVIELFALT® einen Lizenzvertrag halten. Diese unterliegen laufender Qualitätskontrolle und Weiterbildungsverpflichtung. Zudem tauschen sich die Berater_innen in regelmäßigen Abständen über Herangehensweisen, Herausforderungen und aktuelle Fälle aus, um sich so weiterzuentwickeln. Hier finden Sie alle Berater_innen.
Die Dauer vom Start des Prozesses bis zur Zertifizierung kann variieren, sollte aber in den wenigsten Fällen mehr als 6 Monate dauern. Je nach Größe und Komplexität der Organisation sind für den Beratungsprozess zwischen 6 und 9 Tagen nötig für Vorbereitung, Workshops vor Ort, Nachbereitung, Abstimmungen etc.

Neben einer konsequenten Durchführung der Workshops hängt die Dauer bis zu einer erfolgreichen Zertifizierung vor allem vom Erreichen der Minimumstandards ab, was je nach Organisation länger oder kürzer dauern kann. Zudem ist im Zuge der Beratung festzulegen, wie viele Workshops sinnvoll sind. Je komplexer das Unternehmen, desto mehr Workshops können nötig sein und desto länger dauert der Prozess.

Der Beratungsprozess nimmt den/die Berater_in in Summe – je nach Größe und Komplexität der Organisation – für 6 bis 9 Tage in Anspruch. Die Berater_innen unterliegen keinem vorgegebenen Preis, agieren jedoch auf einem ähnlichen Preisniveau. In Summe betragen die Kosten zwischen EUR 9.000,- und EUR 15.000,-.

Nach einem Erstgespräch erhalten Sie von den ZukunftVIELFALT®-Berater_innen jederzeit gerne ein konkretes Angebot. Die Kosten für die Begutachtung legen der Zertifizierungspartner autonom fest. Auch hierfür erhalten Sie gerne jederzeit ein konkretes Angebot.

Nach den ersten drei Umsetzungsjahren kann das Unternehmen die Gültigkeit des Zertifikates um erneute drei Jahre verlängern. Dazu wird der Prozess in einer verschlankten Form erneut durchgeführt, das bedeutet, es wird der Stand der Umsetzung erhoben, neue notwendige Maßnahmen entwickelt, diese gemeinsam mit weiterzuführenden Maßnahmen in einen neuen Maßnahmenplan eingefügt und der Prozess erneut begutachtet. Bei der Begutachtung kommt nun auch die Rückschau auf die Umsetzung hinzu, die in die Bewertung mit einfließt.
Im Rahmen des Beratungsprozesses werden mit der Organisation klare Ziele und konkrete Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele festgelegt und mit Umsetzungszeiträumen, Verantwortlichen und Ressourcen hinterlegt. Im Unternehmen ist zudem eine Person definiert, die die Rolle des/der Diversity Management-Beauftragten wahrnimmt und die Umsetzung im Auge behält.

Die Organisation unterliegt bei der Umsetzung der Maßnahmen keiner verpflichtenden Beratung oder Begleitung. Es hat sich aber als vorteilhaft erwiesen mit der Projektgruppe und dem/der Berater_in einmal pro Jahr einen Workshop abzuhalten, um den Stand der Umsetzung festzustellen. Jährlich ist aber ein verpflichtender Jahresbericht zu erstellen, der über den Stand der Umsetzung Auskunft gibt und an den Zeritifzierungspartner gesendet wird. Dieser fließt bei der Re-Zertifizierung in die Begutachtung ein.

Der Prozess sieht vor, dass in allen Handlungsfeldern und Diversity Management-Kerndimensionen Minimumkriterien zu erreichen sind. Darüber hinaus müssen in 2 von 6 Diversity Management-Kerndimensionen erweiterte Maßnahmen beschlossen und umgesetzt werden. Damit ist sichergestellt, dass die Organisation nicht nur in den häufig „beliebten“ Diversity Management-Kerndimensionen Maßnahmen setzt, sondern in allen.
Eine Liste der Minimumkriterien ist hier abrufbar. Die Minimumkriterien stellen zum einen sicher, dass Diversity Management wirklich breit in der Organisation etabliert ist, dass alle Mitarbeiter_innen und Führungskräfte Bescheid wissen und dass zum anderen in allen Handlungsfeldern und Diversity Management Kerndimensionen gearbeitet wird.

Studien haben gezeigt, dass die meisten Unternehmen, die von sich behaupten, Diversity Management zu betreiben, dies nur in einigen wenigen Diversity Management-Kerndimensionen (v.a. Alter und Geschlecht) tun. Die Minimumkriterien in den Diversity Management Kerndimensionen haben vor allem zum Ziel, dass allgemein anerkannte Grundsätze der Antidiskriminierung erreicht werden und damit tatsächlich von „ganzheitlichem Diversity Management“ gesprochen werden kann.

Der Kriterienkatalog kommt bei der Entwicklung der Maßnahmen und der Beurteilung des Ist-Standes in den Workshops zur Anwendung. Es handelt sich dabei um eine Sammlung von Ansatzpunkten und Maßnahmen in allen Handlungsfeldern und Diversity Management-Kerndimensionen, die es ermöglichen, sich als Organisation damit zu vergleichen und Ideen zu bekommen bzw. Problemstellungen aufzuzeigen.

Der Kriterienkatalog ist das Ergebnis von mehrmonatiger Arbeit des Berater_innennetzwerkes ZukunftVIELFALT®, das den Prozess entwickelt hat und als solches nicht frei zugänglich. Organisationen, die an ZukunftVIELFALT® teilnehmen, erhalten diesen aber natürlich. Künftig ist ein zu erwerbendes Diversity-Policy-Planning-Game geplant, das die Elemente des Kriterienkataloges enthält und auch für Organisationen zugänglich ist, die nicht an ZukunftVIELFALT® teilnehmen.

Die Organisation erhält einen umfangreichen Kennzahlenfragebogen, der Kennzahlen zu allen Diversity Management-Kerndimensionen enthält. Viele davon werden in der Organisation leicht aufzutreiben sein, andere sind vielleicht gar nicht vorhanden oder wurden noch nie benötigt. Auch ein Nicht-Vorhandensein von Kennzahlen zeigt unter Umständen auf, wo die Organisation genauer hinsehen sollte. Andere Kennzahlen, die erhoben und zusammengestellt werden müssen, eröffnen möglicherweise einen Blick auf Themenstellungen, der bislang noch nicht möglich war.

Der Kennzahlenfragebogen ist nicht so zu verstehen, dass alle darin gelisteten Kennzahlen lückenlos erhoben werden müssen. Er eröffnet aber neue Sichtweisen, was auch ein Zusatznutzen ist. Sollten für die Beurteilung verschiedener Maßnahmen zusätzliche Zahlen benötigt werden, können diese auch im Laufe des Prozesses erst erhoben werden.

Nachdem im Beratungsprozess die Ziele, Maßnahmen, Verantwortlichkeiten, Zeiträume und Ressourcen festgelegt wurden, findet die Begutachtung durch einen externen Zertifizierungspartner statt. Als externer Zertifizierungspartner fungiert derzeit die TÜV Austria Cert.
Die Begutachtung orientiert sich an der ÖNORM S2501 „Allgemeiner Leitfaden über Grundsätze, Systeme und Hilfsinstrumente des Diversity Management“. Diese legt aber nur den gewünschten Endzustand fest. Daher fließen in die Begutachtung auch die Prozessschritte ein. (Siehe „Worauf wird bei der Begutachtung geachtet?“).
Die Begutachtung besteht aus einer Prüfung der eingereichten Unterlagen (Protokolle, Nachweise der Erfüllung der Minimumkriterien, Maßnahmenplan etc.) und einem Vor-Ort-Gespräch, in dem das Unternehmen darlegt, wie es den Prozess angelegt hat und sicherstellt, dass die gesteckten Maßnahmen auch umgesetzt werden.
Die Begutachtung soll sicherstellen, dass das Unternehmen tatsächlich ein ganzheitliches Diversity Management tief in der Organisation anwendet. Bei der Begutachtung wird daher besonderer Wert gelegt auf:

  • Die Einhaltung der Prozessschritte (Workshops, Entwickeln der Maßnahmen).
  • Das Erreichen der Minimumkriterien und der Maßnahmen in mindestens 2 von 6 Diversity Management-Kerndimensionen.
  • Das Commitment der Unternehmensleitung zu den getroffenen Maßnahmen und zum Diversity Management insgesamt.
  • Die Sensibilisierung der Führungskräfte und Verantwortlichen.
  • Das Vorhandensein realistischer Umsetzungszeiträume, klarer Verantwortlicher und der Sicherstellung der benötigten Ressourcen.
Die Preise für die Begutachtung legen die Zertifizierungspartner autonom fest, ohne dabei einer Einflussnahme zu unterliegen. Diese legen jederzeit gerne ein konkretes Angebot. Erfahrungsgemäß nimmt die Begutachtung in Summe einen bis 1,5 Personentage eines/einer Gutachters/Gutachterin in Anspruch.
Der erste Schritt ist ein unverbindliches Gespräch mit einer/einem der lizenzierten Berater_innen. Diese finden Sie hier. Darin wird festgestellt, ob die Voraussetzungen erfüllt sind und der Prozess gemeinsam vorskizziert. Entscheidet sich die Organisation für die Teilnahme an ZukunftVIELFALT®, dann erhält die Organisation ein Angebot des/der gewählten Beraters/Beraterin und die Leitung der Organisation unterzeichnet eine Teilnahmevereinbarung. Danach geht es schon direkt los.
Sie haben als Organisation die freie Wahl, mit welchem/welcher lizenzierten Berater_in Sie gerne arbeiten möchten. Hier finden Sie unsere Berater_innen und können diese direkt kontaktieren. Sie legen Ihnen gerne ein entsprechendes Angebot.